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About the luthier
Francisco Simplicio (1874–1932) begann seine Laufbahn als Kunsttischler in der Werkstatt von Masriera & Vidal in Barcelona, wo er bereits in jungen Jahren ausgebildet wurde und nahezu zwei Jahrzehnte tätig war. Im Jahr 1917 musste er infolge politischer Unruhen seine eigene Werkstatt schließen und trat anschließend in die Werkstatt seines engen Freundes Enrique Garcia ein.
Nach dem Tod Garcias im Jahr 1922 übernahm Simplicio die Werkstatt und baute für einige Jahre weiterhin Gitarren unter dessen Namen, bevor er Instrumente unter eigenem Etikett fertigte. Zwischen 1922 und 1932 entstand eine begrenzte Anzahl von Gitarren, die sich durch außergewöhnliche handwerkliche Qualität und eine eigenständige künstlerische Handschrift auszeichnen. Seine Arbeiten sind bekannt für aufwendige Marketerien, plastisch gestaltete Kopfplatten und eine Formensprache, die dem katalanischen Modernisme zugeordnet wird. Heute zählen seine Instrumente zu den bedeutendsten Beispielen des spanischen Gitarrenbaus des frühen 20. Jahrhunderts.
About the guitar
Diese Gitarre aus dem Jahr 1929 zeigt die für Simplicio typische klangliche Ausrichtung mit einer warmen und lyrischen Grundfarbe. Der Ton ist von einem klaren Fundament getragen und entwickelt ein feines, kontrolliertes Sustain. Die Ansprache erfolgt unmittelbar und erlaubt eine differenzierte dynamische Gestaltung mit hoher Präzision.
Die Balance über alle Register hinweg ist sorgfältig abgestimmt. Die Diskantsaiten treten klar und tragfähig hervor und besitzen eine elegante, gesangliche Qualität, während die Bässe rund und voll erscheinen, ohne das Gesamtbild zu dominieren. Die Stimmen bleiben deutlich voneinander getrennt, wodurch auch mehrstimmige Strukturen transparent nachvollziehbar bleiben.
Der Gesamteindruck ist von Intimität bei gleichzeitig vollständiger Klangentfaltung geprägt. Die Gitarre entwickelt ihre Tragfähigkeit nicht durch Lautstärke, sondern durch Klarheit und Präsenz im Ton, wodurch sie sich besonders für kleinere Räume und ein differenziertes Solorepertoire eignet. Die leichte Bauweise unterstützt sowohl die schnelle Ansprache als auch die feine klangliche Abstufung.
Condition
Die Gitarre wurde fachgerecht restauriert und befindet sich für ihr Alter in einem sehr guten Zustand. Die Decke weist fünf reparierte Risse auf. Zwei größere Risse wurden jeweils mit zwei Spänen verstärkt. Sämtliche Risse wurden mit Hautleim gefüllt und plan ausgearbeitet.
Der Boden zeigt sieben reparierte Risse, die zuvor mittels Leiminjektion und Verpressung behandelt wurden. Zusätzlich wurden an zwei Stellen offene Bindings geschlossen, angepasst und versiegelt sowie lokal mit Schellack nachpoliert.
Die Zargen weisen zwei größere Risse auf, die mit insgesamt acht Spänen stabilisiert wurden, fünf am Hauptriss und drei am sekundären Riss, um die strukturelle Stabilität zu gewährleisten.
Der Steg sowie die Halsverbindung wurden verstärkt, während die originale Kopfplatte erhalten blieb. Die Lackoberfläche wurde behutsam retuschiert und an die originale Schellackpolitur angeglichen.
Original: $1,173,567,998.83
-65%$1,173,567,998.83
$410,748,799.59Produktinformationen
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Description
About the luthier
Francisco Simplicio (1874–1932) begann seine Laufbahn als Kunsttischler in der Werkstatt von Masriera & Vidal in Barcelona, wo er bereits in jungen Jahren ausgebildet wurde und nahezu zwei Jahrzehnte tätig war. Im Jahr 1917 musste er infolge politischer Unruhen seine eigene Werkstatt schließen und trat anschließend in die Werkstatt seines engen Freundes Enrique Garcia ein.
Nach dem Tod Garcias im Jahr 1922 übernahm Simplicio die Werkstatt und baute für einige Jahre weiterhin Gitarren unter dessen Namen, bevor er Instrumente unter eigenem Etikett fertigte. Zwischen 1922 und 1932 entstand eine begrenzte Anzahl von Gitarren, die sich durch außergewöhnliche handwerkliche Qualität und eine eigenständige künstlerische Handschrift auszeichnen. Seine Arbeiten sind bekannt für aufwendige Marketerien, plastisch gestaltete Kopfplatten und eine Formensprache, die dem katalanischen Modernisme zugeordnet wird. Heute zählen seine Instrumente zu den bedeutendsten Beispielen des spanischen Gitarrenbaus des frühen 20. Jahrhunderts.
About the guitar
Diese Gitarre aus dem Jahr 1929 zeigt die für Simplicio typische klangliche Ausrichtung mit einer warmen und lyrischen Grundfarbe. Der Ton ist von einem klaren Fundament getragen und entwickelt ein feines, kontrolliertes Sustain. Die Ansprache erfolgt unmittelbar und erlaubt eine differenzierte dynamische Gestaltung mit hoher Präzision.
Die Balance über alle Register hinweg ist sorgfältig abgestimmt. Die Diskantsaiten treten klar und tragfähig hervor und besitzen eine elegante, gesangliche Qualität, während die Bässe rund und voll erscheinen, ohne das Gesamtbild zu dominieren. Die Stimmen bleiben deutlich voneinander getrennt, wodurch auch mehrstimmige Strukturen transparent nachvollziehbar bleiben.
Der Gesamteindruck ist von Intimität bei gleichzeitig vollständiger Klangentfaltung geprägt. Die Gitarre entwickelt ihre Tragfähigkeit nicht durch Lautstärke, sondern durch Klarheit und Präsenz im Ton, wodurch sie sich besonders für kleinere Räume und ein differenziertes Solorepertoire eignet. Die leichte Bauweise unterstützt sowohl die schnelle Ansprache als auch die feine klangliche Abstufung.
Condition
Die Gitarre wurde fachgerecht restauriert und befindet sich für ihr Alter in einem sehr guten Zustand. Die Decke weist fünf reparierte Risse auf. Zwei größere Risse wurden jeweils mit zwei Spänen verstärkt. Sämtliche Risse wurden mit Hautleim gefüllt und plan ausgearbeitet.
Der Boden zeigt sieben reparierte Risse, die zuvor mittels Leiminjektion und Verpressung behandelt wurden. Zusätzlich wurden an zwei Stellen offene Bindings geschlossen, angepasst und versiegelt sowie lokal mit Schellack nachpoliert.
Die Zargen weisen zwei größere Risse auf, die mit insgesamt acht Spänen stabilisiert wurden, fünf am Hauptriss und drei am sekundären Riss, um die strukturelle Stabilität zu gewährleisten.
Der Steg sowie die Halsverbindung wurden verstärkt, während die originale Kopfplatte erhalten blieb. Die Lackoberfläche wurde behutsam retuschiert und an die originale Schellackpolitur angeglichen.