























Walter Vogt - 1984 No. 406
Über den Gitarrenbauer
Walter Vogt wurde 1935 in Mühlen am Neckar geboren und arbeitete in Deutschland bis zu seinem Tod im Jahr 1990. Er galt als sehr geschickter Handwerker und als visionärer Gitarrenbauer, der sich intensiv mit der Klangqualität und der Intonation der klassischen Gitarre beschäftigte. Anstatt gängige Muster einfach zu übernehmen, entwickelte er eigenständige Instrumente mit ungewöhnlichen Formen und konstruktiven Ideen, stets auf der Suche nach einem präzisen und ansprechenden Klang.
Seine Gitarren fallen durch besondere Gestaltungskonzepte und sorgfältig durchdachte Details auf. Vogt verband eine solide traditionelle Bauweise mit persönlichen Lösungen, die eher an anspruchsvolle Möbelverbindungen als an übliche Gitarrenkonstruktionen erinnern. So entstand ein kleines, aber charakterstarkes Werk, das Spielerinnen und Spieler anspricht, die Instrumente mit individueller Optik und akustisch begründeter Formgebung schätzen.
Über die Gitarre
Diese Gitarre, No. 406 aus dem Jahr 1984, zeigt Vogts eigenständige Herangehensweise sehr deutlich. Die Fichtendecke besitzt ein ovales Schallloch, das sich in Saitenrichtung streckt, anstelle der üblichen runden Form. Die Korpusform ist im Mittelbereich etwas breiter als bei vielen Standardmodellen und ergibt eine großzügige Plantilla. Boden und Zargen bestehen aus indischem Palisander, Decke und Korpus sind mit einem transparenten Polyurethanlack versehen, der das Holz schützt und gleichzeitig die Maserung sichtbar lässt. Die Kopfplatte ist reich ausgearbeitet und verweist auf den hohen handwerklichen Aufwand. Landstorfer Mechaniken runden die Ausstattung ab.
Ein besonders auffälliges Konstruktionsmerkmal ist die Halsverbindung. Am Übergang zur Kopfplatte ist ein mehrteiliger, ineinandergreifender Zapfen sichtbar, bei dem mehrere senkrechte Stege in passgenaue Aussparungen greifen. Diese abgestufte Verbindung ist eher aus hochwertiger Möbelbaukunst als aus dem Gitarrenbau bekannt und ist hier mit großer Präzision ausgeführt. Sie schafft einen verlängerten Bereich zwischen Kopfplatte und erstem Bund, sodass der linke Daumen dort viel Platz und Auflage findet und die Hand in einer sehr entspannten Position geführt wird.
Klanglich wirkt diese Gitarre mühelos offen. Sie ist ein sehr frei schwingendes Instrument, bei dem die Töne leicht hervortreten, ohne dass die Spielerin oder der Spieler viel Druck geben muss. Zarte Obertöne umhüllen den Tonkern und verleihen dem Klang eine cremige, geschmeidige Färbung, sodass auch kräftigere Anschläge rund und angenehm bleiben. Die Gitarre besitzt eine luftige Stimme mit feinem Schimmer, die zu langen Legatolinien einlädt. Trotz des etwas kräftigeren Halses mit einem Profil, das in Richtung D Form geht, ist die Spielbarkeit außergewöhnlich hoch. Viele Spielerinnen und Spieler werden dieses Instrument als besonders komfortabel empfinden, mit sicherer Führung und entspannter Handhaltung. Die Eigenresonanz liegt etwa zwischen G und Gis und trägt zur Empfindung eines frei schwingenden und zugleich kontrollierten Instruments bei. Insgesamt eröffnet diese Vogt Gitarre eine einladende, lyrische und sehr persönliche Klangwelt.
Zustand
Die Gitarre befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand für ein Instrument aus dem Jahr 1984. Es gibt keine Risse und keine strukturellen Reparaturen. Die Polyurethanoberfläche von Decke und Korpus zeigt leichte Gebrauchsspuren mit kleinen Druckstellen und Kratzern, wie sie durch sorgfältigen regelmäßigen Gebrauch entstehen. Strukturell ist das Instrument stabil, und die Landstorfer Mechaniken arbeiten einwandfrei.
Produktinformationen
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Versand & Rückgabe
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Description
Über den Gitarrenbauer
Walter Vogt wurde 1935 in Mühlen am Neckar geboren und arbeitete in Deutschland bis zu seinem Tod im Jahr 1990. Er galt als sehr geschickter Handwerker und als visionärer Gitarrenbauer, der sich intensiv mit der Klangqualität und der Intonation der klassischen Gitarre beschäftigte. Anstatt gängige Muster einfach zu übernehmen, entwickelte er eigenständige Instrumente mit ungewöhnlichen Formen und konstruktiven Ideen, stets auf der Suche nach einem präzisen und ansprechenden Klang.
Seine Gitarren fallen durch besondere Gestaltungskonzepte und sorgfältig durchdachte Details auf. Vogt verband eine solide traditionelle Bauweise mit persönlichen Lösungen, die eher an anspruchsvolle Möbelverbindungen als an übliche Gitarrenkonstruktionen erinnern. So entstand ein kleines, aber charakterstarkes Werk, das Spielerinnen und Spieler anspricht, die Instrumente mit individueller Optik und akustisch begründeter Formgebung schätzen.
Über die Gitarre
Diese Gitarre, No. 406 aus dem Jahr 1984, zeigt Vogts eigenständige Herangehensweise sehr deutlich. Die Fichtendecke besitzt ein ovales Schallloch, das sich in Saitenrichtung streckt, anstelle der üblichen runden Form. Die Korpusform ist im Mittelbereich etwas breiter als bei vielen Standardmodellen und ergibt eine großzügige Plantilla. Boden und Zargen bestehen aus indischem Palisander, Decke und Korpus sind mit einem transparenten Polyurethanlack versehen, der das Holz schützt und gleichzeitig die Maserung sichtbar lässt. Die Kopfplatte ist reich ausgearbeitet und verweist auf den hohen handwerklichen Aufwand. Landstorfer Mechaniken runden die Ausstattung ab.
Ein besonders auffälliges Konstruktionsmerkmal ist die Halsverbindung. Am Übergang zur Kopfplatte ist ein mehrteiliger, ineinandergreifender Zapfen sichtbar, bei dem mehrere senkrechte Stege in passgenaue Aussparungen greifen. Diese abgestufte Verbindung ist eher aus hochwertiger Möbelbaukunst als aus dem Gitarrenbau bekannt und ist hier mit großer Präzision ausgeführt. Sie schafft einen verlängerten Bereich zwischen Kopfplatte und erstem Bund, sodass der linke Daumen dort viel Platz und Auflage findet und die Hand in einer sehr entspannten Position geführt wird.
Klanglich wirkt diese Gitarre mühelos offen. Sie ist ein sehr frei schwingendes Instrument, bei dem die Töne leicht hervortreten, ohne dass die Spielerin oder der Spieler viel Druck geben muss. Zarte Obertöne umhüllen den Tonkern und verleihen dem Klang eine cremige, geschmeidige Färbung, sodass auch kräftigere Anschläge rund und angenehm bleiben. Die Gitarre besitzt eine luftige Stimme mit feinem Schimmer, die zu langen Legatolinien einlädt. Trotz des etwas kräftigeren Halses mit einem Profil, das in Richtung D Form geht, ist die Spielbarkeit außergewöhnlich hoch. Viele Spielerinnen und Spieler werden dieses Instrument als besonders komfortabel empfinden, mit sicherer Führung und entspannter Handhaltung. Die Eigenresonanz liegt etwa zwischen G und Gis und trägt zur Empfindung eines frei schwingenden und zugleich kontrollierten Instruments bei. Insgesamt eröffnet diese Vogt Gitarre eine einladende, lyrische und sehr persönliche Klangwelt.
Zustand
Die Gitarre befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand für ein Instrument aus dem Jahr 1984. Es gibt keine Risse und keine strukturellen Reparaturen. Die Polyurethanoberfläche von Decke und Korpus zeigt leichte Gebrauchsspuren mit kleinen Druckstellen und Kratzern, wie sie durch sorgfältigen regelmäßigen Gebrauch entstehen. Strukturell ist das Instrument stabil, und die Landstorfer Mechaniken arbeiten einwandfrei.























